Nicht wundern

Neues Theme – nicht wundern. Das andre war einfach zu duster.

Die Welt ist doch voller Farben, da soll im Blog auch ein wenig davon sein. Die Headerbilder hier wechseln durch und die meisten scheinen Farbe zu haben.

Es gibt Leute, die reden, auch wenn der Inhalt nicht verständlich ist. Es gibt Leute, die müssen anschaffen und tun das auch. Fast ständig. Die mögen das.

Was für eine Verantwortung!

Peter und Paul

Es müsste schon lange weggeblättert werden, dieses Kalenderbild, und trotzdem ist es noch da. Ich blicke wach darauf, um mir klar zu machen, was es mir sagt, ob es mir noch was sagt, und erkenne plötzlich, dass dieses Foto in Russland gemacht sein muss. Die unnatürlich lange Spitze der Kirche… sowas gibt es hier nicht, allenfalls in überhöhten Skizzen ausufernder Phantasie mächtiger Dombauherren.

Ich lese die Bildunterschrift und es ist tatsächlich… Petersburg. Anfangs sträubte ich mich gegen die russische Schreibweise Peterburg (ohne s), mittlerweile sehe ich es als Besonderheit, es so sagen zu dürfen.

Das Bild zeigt Joseph Brodsky, der der Fotografin das Panorama seiner Heimatstadt vom Dach der Peter-und-Paul-Festung aus zeigte.

Geduld

Es war ungerecht. Ich hab zum ihm gehalten und trotzdem hat er mich verraten. Was kann eine Dreijährige schon groß dagegen unternehmen?

Und ich wusste irgendwann, dass ich es genauso machen würde, um der Welt zu zeigen, was mir widerfahren ist und warum ich manches nicht ablegen kann. Es ist die fehlende Übung, klar. Aber wenn die Überwindung jedesmal so schwierig ist, so schwierig, dass man sich eher NICHT in eine Situation begibt, als in ihr zu schweigen oder zu versagen?

Wenigstens heute habe ich die richtige Entscheidung getroffen und angekündigt, dass ich diese Woche nicht mehr in der Arbeit erscheinen würde. Nun fühle ich mich, als wär schon Wochenende.

Bleibt noch das andere Problem. Es wird sich vertagen oder ans Ende der Bank geschoben, weil die Kommunikationsmöglichkeit mit dem diesbezüglichen Partner fehlt – es gab schon wieder einen Todesfall in dieser Familie, nicht so tragisch diesmal, sondern eher erwartet, aber nichtsdestotrotz einschränkend.

Die Geduld fehlt mir. Es fehlt an Geduld, mit mir Geduld zu haben und nicht jeden Verstoß meinerseits zu ahnden.

(schon blöd, dass man nie alle Schlagwörter sieht, die man schon eingegeben hat, um daraus auszuwählen)

Status Quo

Jahrestag. Ich hab Jahrestag bei WordPress. Vor 6 Jahren hab ich mich hier registriert. 🙂

Aber davon wollte ich nicht schreiben. Letzten Monat habe ich den ganzen Monat darauf gewartet, dass das 2. Russisch-Semester beginnt. Ich meine – ich habe gewusst, dass eine Pause zwischen den Semestern sein wird, und habe diese Pause auch begrüßt. Aber es war unsicher, wie es weitergehen wird und ob wieder ein Kurs zustande kommen wird. In dieser Zeit habe ich mich mit Fernsehen (Sendungen über Russland!) und Niederschreiben von Erinnerungen beschäftigt.

Nachdem das 2. Semester verspätet begann und der Kurs nur aus einer Handvoll Leute besteht, wird sich das künftige Lernen wohl anders abspielen als bisher. Im 1. Semester wurde oft wiederholt, weil immer wieder mal jemand auftauchte, der eine Zeitlang gefehlt hatte. Ich hasste die wiederholten Unterhaltungen, tat mich schwer damit und dachte, ich wäre dumm. Dabei war ich nur gelangweilt. Die Sprechhemmungen hab ich noch genauso wie früher, aber wenn rascher vorangegangen wird, kann man immer wieder mit etwas Anderem punkten. Und dieses Andere kann Persönliches sein, im Vorfeld erworbenes Wissen, oder einfach (nur) Angleichung an die bestehende Situation.

Ich sehe dem Ganzen positiv entgegen und freue mich.

WIE?

Mit gutem Gewissen NICHTSTUN sollte ich mir gönnen, und nicht daran denken, was alles auf die lange Bank geschoben ist.

Man prägt sich ein, was man sieht oder liest, und wenn man Fehler nicht verbessern darf, nimmt man sie allmählich an. Ich könnte schreien, um dem Einhalt zu gebieten. Da ist das Wesentliche wohl noch nicht gelernt.

Und wie schon so oft, habe ich den Faden verloren ob irgendeines Details, das zu genau beschrieben wurde. Wie ärgerlich, wenn es zwei gleichberechtigte Gedanken gibt, und man sich für einen von beiden entscheidet und den anderen darüber gänzlich vergisst. Schon früh habe ich dies bedauert und mir gewünscht, mit jemandem darüber zu sprechen und es analysieren zu können, es einzuordnen oder für zu unwesentlich zu erachten. Statt dessen begann zu diesem Zeitpunkt das noch unbewusste Gefühl, sich immer für das Falsche entschieden zu haben und in diesem Zuge hastig auch noch dem anderen hinterher zu hetzen.

Wie kann man selbst bewerten, wenn man sich selbst noch nicht der Bewertung durch Andere gestellt hat. Wenn man nie gesagt hat, ich bin so und so, und die Antwort des Anderen auch GEGLAUBT hat.

Wie?