карандаш

Bei Amazon wurde ich auf das Schreibheft „Karandasch“ aufmerksam. Karandasch ist russisch und heißt auf deutsch Bleistift. Nun hab ich das Heft bestellt und bin begeistert (ist ja nix ungewöhnliches bei mir, ich bin schnell begeistert). Zunächst wollte ich es schon querlesen und drüber jammern, dass man ja mit dieser russischen Schreibschrift nicht zu Rande käme, weil manche Buchstaben sehr missverständlich geschrieben werden. So entspricht das russiche kleine Schreibschrift-t dem deutschen kleinen m, das kyrillische kleine d sieht aus wie das lateinische kleine g. Und so geht’s noch weiter.

Aber wenn man die Schreibübungen macht, lernt man das Lesen quasi nebenher. Also gibt es nichts zu jammern.

Mir kommt der Begriff nur so bekannt vor. Irgendwie scheint er aus meinem früheren Leben zu stammen. Auch „ni’tschewo“ kenne ich von früher, wahrscheinlich aus alten Spielfilmen. ничего heißt „Macht nichts!“ und wird auf der letzten Silbe betont.

Überhaupt diese „o“! Unbetont werden sie wie „a“ gesprochen, betont wie „o“. Auch die „e“ werden manchmal wie „je“, manchmal wie „i“ gesprochen. Aber man lernt das.

Der Name Karandasch ähnelt auch dem eines Schweizer Bleistiftherstellers, nur dass letzterer anders geschrieben wird. Das erinnert mich an eine Familie (immer diese Familien!) mit der ich mal in Kontakt stand. Diese Familie war mit einem Bleistifthersteller befreundet, der ganz stolz auf seinen Einfall eines Werbespruchs auf dem französischen Markt war. Dieser Spruch lautete: Le cigne de qualité. Wobei „cigne“ die französische Entsprechung des deutschen Familiennamens des Herstellers war. Und „cigne“ lautet phonetisch genauso wie „signe“. Also steckte lautsprecherisch auch noch eine Doppelbedeutung drin.

Gratulation, Herr Schwan.

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