Was muss ich jetzt tun?

Ich verrichte manche Aufgaben so leidenschaftlich – und brauche das auch für meine Seele – dass ich danach nicht weiß, was ich tun muss.

Es ist wohl einiges Liegengebliebenes da. Dann werd ich das mal nach und nach aufsammeln. Vor allem das, was mit anderen Leuten bereits vereinbart ist.

Advertisements

Oh, so viel Arbeit…

und nicht nur das. Das Familienleben renkt sich gerade wieder ein, Geschenkwünsche wollen erfragt sein und manche Idee sofort umgesetzt werden.

Von den Texten, die ich heute kürzen wollte, ist noch einer übrig. Aus unerfindlichen Gründen hab ich  nachmittags 2 Stunden verschlafen. Und wenn man alles macht, was ansteht, dann wird die Zeit vom Tag verschluckt, besonders jetzt, wo es so früh dunkel wird.

Der Leihoma habe ich Kuchen versprochen. Also habe ich welchen gebacken und bringe ihn morgen mit. Eine zusätzliche Nachhilfestunde wird MO auch zwei Stück Kuchen bescheren.

Eigentlich wär noch mehr zu tun gewesen und auch morgen werde ich nicht rumkommen, sondern nur das schaffen, was unbedingt sein muss. Essen kochen wird wieder zu kurz kommen, dabei wären leckere Mahlzeiten so wichtig für’s Befinden.

So aber lehne ich mich zurück und denke zwischendurch an dich.

🙂   🙂   🙂

Die FAMILIE

Heute war wieder Besuch da – morgen krieg ich welchen. Aber der Reihe nach.

Der Besuch heute war nicht bei mir, sondern bei der Leihfamilie. Es hätte mir schon am fremden Auto auffallen können, aber über fremde Autos mach ich mir gewöhnlich keinen großen Kopf. Deshalb sah ich sie erst, als ich schon drinnen war – die FAMILIE war wieder da.

Früher versuchte ich, ihnen aus dem Weg zu gehen, um nicht zu stören oder selbst gestört zu werden. Jetzt weiß ich, dass die Kernfamilie froh ist, wenn ich komme und mein Recht beanspruche, denn dann kehrt wieder Ordnung ein.

Selbst die Achtjährige sagte heute nichts, saß ungewöhnlich ruhig am Tisch und gab nur hin und wieder einen leisen Satz von sich. Als die FAMILIE abgereist war, beeilte ich mich daher mit den Aufgaben im vorderen Bereich, um noch in den Wohnbereich zu gelangen, solange diese Phase anhielt.

Zuvor jedoch plauderte die FAMILIE. Ich hörte tschittwjerrk und überlegte kramphaft, was das nun heiße – Dienstag oder Donnerstag?  Die deutsch sprechende Oma antwortete in feinen, beruhigenden Worten und ich webte ein feines Gedankennetz, in welchem ich diesen Begriff mit meiner Anwesenheit in Verbindung brachte. Früher war ich immer donnerstags gekommen, und diese raumergreifenden Besucher hatten mich jedes Mal völlig verwirrt zurückgelassen. Vielleicht hatten sie sich nun, da sie mich heute nicht erwartet hatten und sich in ihrer Machtübernahme gehindert sahen, auch über mein Auftauchen  echauffiert.

Nun denn! Четверт heißt tatsächlich Donnerstag. Und ich erfülle in dieser Familie einen wichtigen Dienst.