Mir schwant…

Mir schwant, nein, nicht Übles, sondern ein neuer Gedanke, eine kreative Idee. Das ist nichts Neues bei mir, ich hab das oft, und im Klartext bedeutet es, dass ich Dinge anfange, aber nicht fertig mache. Zuviel Zeitaufwand in der Endphase, zu wenig Genialität im finishing.

Die neue Idee, die fröhlich vor meinen Augen flattert, wird daher möglicherweise nie begonnen. Sie handelt von abgetragenen Oma-Schürzen und Patchwork und im Wind flatternden Vorhängen. Um das Stilmittel zu konkretisieren, möchte ich an Pojagi erinnern, die koreanische Nähtechnik zum Herstellen von ausreichend großen Tüchern aus kleineren Resten.

Die Notwendigkeit eines ausreichend großen Tuches ergibt sich nämlich aus der Vorstellung, beim nächstjährigen Gartenfest den in die Jahre gekommenen Pavillon mit schmeichelnden Stoffen zu umgeben. Dieser raffiniert verarbeitete Stoff würde dann, einem orientalischen Harem gleich, frische, milde Luft über die Besucher hauchen und der Stimmung einen fremdartigen, sommerlichen Geruch verleihen.

Und die auf dem Dachboden schlummernde Tüte mit Oma-Schürzen stellte die Grundlage für die Umsetzung dieser Idee dar.

Aber noch ist nichts getan. Und der nächste Sommer zum Glück noch weit.

Erfahrung dazu: *hier*