Mir schwant…

Mir schwant, nein, nicht Übles, sondern ein neuer Gedanke, eine kreative Idee. Das ist nichts Neues bei mir, ich hab das oft, und im Klartext bedeutet es, dass ich Dinge anfange, aber nicht fertig mache. Zuviel Zeitaufwand in der Endphase, zu wenig Genialität im finishing.

Die neue Idee, die fröhlich vor meinen Augen flattert, wird daher möglicherweise nie begonnen. Sie handelt von abgetragenen Oma-Schürzen und Patchwork und im Wind flatternden Vorhängen. Um das Stilmittel zu konkretisieren, möchte ich an Pojagi erinnern, die koreanische Nähtechnik zum Herstellen von ausreichend großen Tüchern aus kleineren Resten.

Die Notwendigkeit eines ausreichend großen Tuches ergibt sich nämlich aus der Vorstellung, beim nächstjährigen Gartenfest den in die Jahre gekommenen Pavillon mit schmeichelnden Stoffen zu umgeben. Dieser raffiniert verarbeitete Stoff würde dann, einem orientalischen Harem gleich, frische, milde Luft über die Besucher hauchen und der Stimmung einen fremdartigen, sommerlichen Geruch verleihen.

Und die auf dem Dachboden schlummernde Tüte mit Oma-Schürzen stellte die Grundlage für die Umsetzung dieser Idee dar.

Aber noch ist nichts getan. Und der nächste Sommer zum Glück noch weit.

Erfahrung dazu: *hier*

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Holzauge, sei wachsam!

Ich beleidigt. Gehe ich in mich, fallen mir Gründe ein, Übergriffe, wegen derer ich mich beunruhigen könnte, es aber nicht tue.

Das wird aber nicht so bleiben. Gerade wieder. Ich habe mich an etwas gewöhnt, das mich anfangs überrascht hat und ich teilweise etwas aufdringlich fand. Nun aber, daran gewöhnt und ich es erwartend, tritt es nicht ein. Was ist los? Welchen Fehler hab ich gemacht? Mag mich keiner mehr? Bin ich falsch?

Das kann schnell gehen. Weil es oft eine schleichende Vorhut gegeben hat. Wachsam sein, Holzauge.

Tastaturaufkleber

Nach drei Tagen des Besitzens habe ich mich entschieden, die Aufkleber mit den russischen Buchstaben auf die Tastatur aufzukleben. Sie fühlen sich an wie Fremdkörper.

Allmählich verstehe ich nun die Sache mit den roten Schuhen. Es gibt da so eine Geschichte mit einem Mädchen, das unbedingt rote Schuhe haben wollte und sie schließlich auch bekam. Ich habe mich immer gefragt, was die Lösung (oder das Problem) der Geschichte ist.

Das Problem ist wohl das ‚Besondere‘. Man hat etwas Besonderes und will es auch nutzen, aber es bewährt sich nicht. Was macht man dann? Durchhalten und Zähne zusammenbeißen? Zugeben, dass sich dieses Besondere nicht gelohnt hat (und andere das vielleicht vorher schon wussten)?

Nun habe ich dieses Besondere und es bewährt sich nicht. Die Aufkleber fühlen sich an, als hätte man Heftpflaster auf den Fingern – damit kann man zwar schreiben, aber es behindert.

Vielleicht male ich mir eine Spielzeugtastatur und klebe die Buchstaben dort drauf.