Abends im Februar

Ich gehe nach oben, um (jetzt noch) Wäsche zu legen. Alternativ könnte ich Yoga machen, was eigentlich wichtiger wäre, denn Wäsche legen fördert meine Rückenbeschwerden eher noch. Aber die paar Minuten richtiges Liegen im Sessel verminderten die Probleme, und ein unwichtiger Anruf, der mich aufscheuchte, verhinderte die weitere abendliche Lethargie, was mich nach oben gehen und den Heizkörper aufgedrehen ließ.

Oben, wo die Wäsche trocknet, war früher auch ein PC, und in jenen guten Tagen konnte ich neben dem Bügeln rasch ein paar Zeilen schreiben, wenn es mir einfiel. Das gab viele kleine verrückte Gedanken, aber auch Schwung. Bügeln mit diesen Zwiegesprächen machte viel mehr Spaß!  Diese scheinbar einseitigen Zwiegespräche fanden immer eine Antwort… oft auch vom eigenen ICH.

Wenn ich heutzutage nach oben gehe, bin ich abgeschnitten von Telefon und von PC, selbst der Fernseher dort zeigt andere Programme, als die, die ich in meinem Zimmer habe.

Nun denn, ich werd’s überleben.

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