Zufrieden oder nicht – das ist hier die Frage

Ich bin  mit  mir zufrieden. Die bestellte Hängematte war die richtige Wahl, obwohl ich normalerweise auf Nummer gehe und farbenfrohe, „sichere“ Modelle wähle. Diese jedoch fügt sich harmonisch zu den Farben des Gartens.

Was weniger zufriedenstellend ist: die erworbene Hängematte ist zu lang  für den bereits vorhandenen Ständer – ich sitze bzw. hänge quasi durch bis auf die Bodenstange. Damit das keiner mitbekommt, ziehe ich die zusammengesteckte Bodenstange auseinander, in der Hoffnung, dass sich diese noch strecken lässt. Und obwohl ich an der Genialität des Herstellers keinen Anteil habe, gratuliere ich mir wenigstens – zu dem Kauf. (Man muss wissen, dass dieses Hängemattengestänge schon für den Sperrmüll vorgesehen gewesen war [ist das grammatikalisch betrachtet noch richtig? Ja, und nicht nur in Bayern: es ist die Vorzeitigkeit]… wo war ich stehen geblieben…) Ach ja! Jemand nicht näher benanntes hatte beschlossen, dieses sperrige Etwas zu entsorgen,  schließlich war es einen Sommer lang (oder so) nicht benutzt worden. Dabei war es nur eine Sache der Priorität gewesen – die AUSMAßE DES BISHERIGEN Standortes hatten nur eine begrenzte Anzahl von Vergnügungsgeräten zugelassen und letztes Jahr war das Erfrischungsbecken aufgestellt. (Tablettippen ist  wirklich nicht lustig, obwohl sich einzelne Sätze gut im  Zweifingersystem schreiben lassen. Aber das Verbesseren von Schreibfehlern gestaltet sich als langwierig, weil es schwierig ist, milimetergenau mit der Fingerspitze   DIE   Stelle zu treffen, die ausgebessert werden muss. Deshalb bleiben die versehentlich in Großbuchstaben  geschriebenen Wörter des Vor-Satzes auch stehen!)

Bin ich jetzt fertig? Immer schreibt die Angst mit, dass bereits Geschriebenes durch beabsichtigtes oder versehentliches Berühren des Tablet-Screens verschwinden könnte. Der Text sollte zwischengespeichert werden. Aber das geht nicht! Das fehlende Wissen um das Entfernen der Tastatur vom Display stellt ein unüberbrückbares Hindernis dar. Und das Drehen des Tablets, das vielleicht das Freilegen eines Icons zum Zwischenspeichern freilegen würde, verkleinert den Raum zum Schreiben so sehr, dass ich ihn nicht mehr mit den Fingern treffe (was nicht an meinen Fi gern liegt)

Um nun auf Nummer sicher zu gehen, s hi ke ich den Eintrag ab, ohne die letztn Zeilen noch zu korrigieren.

Zufriedenheit kann schwer sein!

Beitrag bearbeiten – oder: 66% auf Markenunterwäsche

Da ich ja nicht soviel schreibe, aber meine Gedanken in diesem Beitrag von Seppo gut ausgedrückt fühle, reblogge ich den hier mal. Den Beitrag. Ich habe ihn bis zur Hälfte gelesen, danach hatte ich genug gelacht.

„Du siehst gesund aus“ übersetzt sich meiner Erfahrung nach mit der Aussage, du bist im Gesicht voller geworden.
Nur im Gesicht?

Dampfbloque

2016-06-16 15.02.17

Ja, es ist verrückt. Ich bin verrückt. Bin ich verrückt? Ich weiß es nicht. Da sitzt man 30 Jahre lang mit sich selbst zusammen und kommt nicht dahinter, ob man verrückt ist. Viele Menschen, die tatsächlich verrückt sind, gelangen Zeit ihres Lebens nicht zu der Erkenntnis, verrückt zu sein. „Erkenntnis“ habe ich gerade falsch geschrieben, weshalb ich das Wort mit „Erek…“ begann. Wenn selbst Menschen, die verrückt sind, sich nicht als verrückt betrachten, stellt sich mir die Frage, ob überhaupt jemand beurteilen kann, ob jemand verrückt ist. Ich bin es nicht. Ich kenne meine Gedankengänge. Da ergibt vieles Sinn. Manches ergibt später irgendwie keinen Sinn mehr, worauf ich dann gütigerweise von der Frau, die in unserer Wohnung lebt, hingewiesen werden. Dann versuche ich, diese vermeintlich eindeutigen Gedanken und Zusammenhänge zu erklären, um letztendlich zu scheitern.

Was nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass ich entweder verrückt bin oder die…

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Dampfbloggen

Angeregt über den Beitrag über das Lachen auf Dampfblogue, habe ich meine Einfälle dazu festgehalten. GLEICH festgehalten, bevor sie im Dunst des Tages völlig verloren gehen.

 

Auch ich habe auch einen skandinavischen Krimi angesehen (gestern) bzw. weggeschalten. Aber nicht auf Tele 5 sondern auf ARTE. Der Inhalt scheint aber ähnlich zu sein, oder gleich, und Dampfblogue hat sich im TV-Programm ge… vertan. Skandinavische Krimis sind die einzig guten, aber sie können auch unerträglich werden, wie diese Serie im Abendprogramm, die kein Ende zu nehmen scheint und die kaum Auf. Und stimmt – nachts in den Wald (!) würde ich niemals tun, selbst wenn ich was suchen würde. Dann würde ich eben tagsüber suchen, mit Begleitung.

Mir gefällt auch der Name „Dampfblogue“ gut. Es erinnert an heiße Luft, was ein stückweit Selbstironie mit sich bringt. Selbstironie soll sexi sein. Und es erinnert an Steampunk. Und an die Zeiten, als alles noch einfacher und mechanisch war. Und durchschaubar. Wo man noch Kraft brauchte, um einen Hebel zu betätigen, und gewisse Tätigkeiten deshalb auf eine begrenzte Anzahl von Fähigen begrenzt war. Heutzutage hämmert ja jeder auf Tastaturen rum und bekommt Beschwerden davon.

Ich habe tatsächlich am Computer GELACHT. Ich bin ausgebrochen in lachen. Es ist ein großer Mangel, dass die Gegenüber das nicht sehen konnten. Und doch, denke ich, haben sie es gemerkt. Es entstand ein tiefes Miteinander. Auch wenn das jetzt schülstig klingt – ein bisschen Schwulst muss sein.

Überhaupt treffe ich bei Dampfblogue auf Vokabular, das ich geschickt verwendet sehe, und ich lerne sogar noch was dazu, und zwar gerne. Viele Begriffe, die in den vergangenen Jahren vergeblich im I-Net gesucht wurden, kann man nun zu hundertfach vorfinden, als Erklärung, auf den einfachsten Plattformen. Auch ich habe schon Begriffe gestreut.

Wo ist jetzt der Reblogg-Button? Ich bin blind und sehe ich ihn nicht.

Dann also hier der Link.

Über das Lachen am Computer

(Wobei ich tatsächlich momentan auf einem Auge fast blind bin. Ein aggressiver Busch hat meine Hornhaut verletzt und mir eine Verbandslinse beschert, die meine Sicht auf dieser Körperseite etwas verschlechtert. Was heißt ETWAS! Mein Sehen ist erheblich eingeschränkt!

Deshalb habe ich auch so viel Zeit zum Schreiben.)

Erleichterung

Dass die Zähne knirschten, hatte ich schon gehört. Aber der gequälte Anblick machte mich dann doch stutzig – sollte er am Ende der Situation überdrüssig sein und ein Ende machen wollen?

Furchtvoll überlegte ich Worte und erwähnte, dass er nicht mehr ganz gesund würde und immer Patientenverfügungen im Gespräch seien. Ob er sterben wolle? Zu meinem Erschrecken drückte er wiederholt die Augen zu, was für gewöhnlich als „ja, ja“ gewertet wird.

Ich würde ihn ein andermal nochmal fragen, versicherte ich und überlegte laut, wie in dem Falle vorgegangen würde. Ob er Hunger verspürte? Seine Antworten waren gelegentlich eine Sache der Interpretation und passten nicht immer zur Frage. Und auch diesmal blieb ich ohne Verständnis.

Ein Mitbewohner machte sich seit Längerem bemerkbar, nicht das erste Mal. Auch in den Vortagen war er störend in Erscheinung getreten. Sicher, dass sich um ihm gekümmert würde, schloss ich schließlich die Tür.

Das war der Moment, auf den Göga gewartet hatte. Sein Blick wurde entspannt, seine Stirn lag aber immer noch in Furchen. Also legte ich meinen Kopf an seinen und strich ihm über die Haare. Das Knubbeln an den Ohren schien er zu mögen und ich konnte nicht umhin, klugzureden, dass Ohrenmassage die Aufmerksamkeit fördere. Ob meine oder seine war in diesem Fall nicht ganz klar, denn es war ich, die aus seiner gelösten Miene schloss, dass er weitere Behandlung wünschte. Und so begann ich, intensiv die Ohren zu pflegen.

Creme auf dem Wattestäbchen löst übrigens wochenalte Verkrustungen, und verschafft so große Erleichterung.

Die Listen

Die Listen nehmen überhand.

Sie stapeln sich an verschiedenen Plätz(ch)en, zu jedem Thema eine Liste.

Liste 1 – Arbeiten, bei denen mir mein Sohn helfen muss.

Liste 2 – Fragen, die mit Ämtern und Personen der Beratung besprochen werden müssen.

Liste 3 – Fragen an a) die Ärztin, b) die Pfleger, c) die Verwandten… kaum abgehakt, kommen neue.

Liste 4 (im Kopf) – Entscheidung, wohin es im Urlaub geht.

Punkt 5 – denken die Leute eigentlich das von mir, was ich denke, dass sie denken? Beziehungsweise… denke ich, die Leute denken dies und jenes von mir, weil ICH dies und jenes von manchen von ihnen denke?

Punkt 6 – ich lache zu wenig. Diese Gedanken sind nämlich zum Lachen.

Am Anfang waren Worte

Schon Wahnsinn, womit man alles Zeit verplempern und webspace verschwenden kann…

Da war ich guter Dinge und denke, log dich mal ein und dann schreib, lies dann  etwas nach und schreib noch mehr…

und dann fällt mir der Benutzername nicht ein. Mit solchen Steinen im Weg lässt sich nicht gut einfach-so dahinschreiben.

Es ist ernst. Alles ernst. Wer hat nicht schon gefährliche Situationen erlebt und hatte Mühe, wieder herauszukommen? Life is said to be no problem to solve, but a game to play. But dealing with a prospective death is no game to me.

Und dabei macht es auch keinen Spaß, das Blog wieder zu beleben, weil mir das Aussehen nicht gefällt. Viel zu schwarz und leblos. Aber die mit dem Decor einhergehenden Möglichkeiten machen es angenehm. Deshalb wird es wohl doch bleiben.

So, nun ist wieder angefangen.

Zum Lesen stünden an:

Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld

Svetlana Alexijewitsch: Secondhand-Zeit

Schmetterling und Taucherglocke

 

 

 

 

Mit Büchern Russisch lernen

Heute möchte ich einmal die Bücher zeigen, mit denen ich aktuell Russisch lerne. Vor eineinhalb Jahren habe ich einen Volkshochschulkurs begonnen und bin nun im 4. Semester. Ich kenne die sechs Fälle, wenn ich sie auch noch nicht aus dem ff behersche, und nähere mich den Pronomen an. Auch die Angleichung der Adjektive ist mir nicht mehr unbekannt.

Wenn ich daran denke, was für ein großer Schritt es ist, bis hierhin gekommen zu sein! Anfangs war es selbst schwierig, Wörter im Wörterbuch zu finden, da die Reihenfolge der Buchstaben überfordernd war. Auch das veränderte Aussehen der Buchstaben in Kursivschrift war eine echte Herausforderung. Um diese zu bewältigen, fand ich das Heftchen карандаш (Karandasch), das sich sehr gut zum Schreiben, Lesen und Nachschlagen der russischen Schreibschrift eignete. Vielleicht stelle ich es einmal extra vor.

Von den Büchern, die momentan am hilfreichsten sind, gibt es ein Foto.

Russischbücher

Das erste, das ich fand, war Поехали! (Poechali! – Los geht’s!) von Stanislaw Tschernyschow. Auszüge daraus wurden im Unterricht verwendet, und es dauerte eine Weile, es zu finden, denn mir war die Schreibweise des Titels nicht geläufig. Es ist ein Buch mit knappen Grammatiktabellen und vielen Übungen zur Grammatik und zum Lesen. Mit einer Doppel-CD, die man extra bestellen kann, lassen sich die Laute einüben und das Verstehen von Texten trainieren. In der Tat verstehe ich viele der kurzen Texte (oder Teile davon), die neben langer Autofahrten laufen. Oft lese ich sie hinterher im Buch nach.

Sehr praktisch sind die Wortschatzseiten am Ende des Buches, in denen man die meisten Wörter, die im Buch vorkommen, in verschiedenen Sprachen finden kann – nämlich neben Deutsch auch in Englisch und Französisch (ein paar minimale Fehler haben sich dort eingeschlichen, die man aber leicht erkennt).

Das Manko des Buches sind die fehlenden Lösungen. Man braucht also jemanden, der die gemachten Übungen kontrolliert.

***

Das zweite Buch, nach dem ich mich auf die Suche machte, war ein Schulbuch aus der DDR. Ich brauchte es, um eine gewisse Struktur zu haben und Wortschatz von Anfang an zu lernen.

Dazu muss ich anmerken, dass das Lehrbuch, das im Kurs verwendet wird, nicht meine Wahl gewesen wäre. мост 1 (Most – Brücke) ist meiner Meinung nach ein Buch, das sich an Grundlagenkenner wendet und schnell und mit reichhaltigem Wortschatz voranschreitet.

Mit Мы говорим по-русски 6 war es dann möglich, einen gewissen Grundwortschatz aufzubauen und sich Grammatik angenehmer anzueignen, wenn auch Wörter wie Pionierlager und Traktoristin ein wenig merkwürdig anmuteten .

***

Die nächsten beiden Exemplare fanden sich bei einem Besuch der neuen Bibliothek in Stuttgart. 99 Grammatische Übungen im Niveau A1/A2 und in ansprechender Gestaltung waren genau das, was das Lernen künftig ergänzen sollte. Bald war dazu Конечно ! (ein grammatisches Beiheft) nötig, da auch diesbezüglich (trotz Führen eines Grammatikheftes) die Struktur gefehlt hatte. Durch Seiten- und Paragraphenangabe im Übungsheft lassen sich nun die entsprechenden Grammatikregeln schnell finden. Mit diesen Materialien macht Lernen Spaß und kann mit allen Sinnen eingeübt werden.

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Das bisler letzte Buch, das in mein Lernprogramm Einzug gehalten hat, ist Русский язык в упражнениях (Russiche Sprache in Übungen) von S.A Chawronina und A.I. Schirotschenskaja. Es hat – trotz moderner Aufmachung – einen etwas altertümlichen Inhalt, der sich aber gut zum Einüben von grundlegender Grammatik eignet. Eine gewisse Disziplin ist dazu nötig. Lösungen sind im Buch enthalten.

FINI

Still snowing

Trotz des eingekehrten Märzes, an dem sich einige das Frühjahr wünschen und den Schnee nicht mehr brauchen, schneit es gemächlich dahin.

Ich muss nicht sagen, dass es wegen mir ruhig so weitergehen kann. Der Schnee macht die Tage und Nächte hell.
Wäre es trocken, aber grau und trüb würden dieselben Kritikern auch nörgeln.

So what!

Zwischen den Jahren

In den Tagen vor der Adventszeit war ich im Einkaufszentrum unterwegs. Das Gebäude war noch so spärlich frequentiert, dass man einen guten Überblick hatte, und so bekam ich mit, wie ein Mutter-Tochter-Paar, das vor mir ging, lachend in den Eingangsbereich einer Boutique zeigte.

Mein Blick folgte ihrem ausgestreckten Finger, und ich sah dort, am Fuße einer Theke, drei kleine Kinder sitzen. Sie waren wohl von ihrer Mutter dort „geparkt“ worden, damit diese in Ruhe stöbern konnte.
Wenn ich versuche, mich zurückzuerinnern, waren es wohl Mädchen – wegen der Rastazöpfe – und ich glaube, es waren sogar Drillinge. Sie erinnerten mich an die drei kleinen Äffchen, die nicht hören, nicht sehen und nicht sprechen.
Aber das konnte nicht sein!
Zweijährige Mädchen konnten diese Äffchen der Weisheit noch nicht so verinnerlicht haben, dass sie wie diese aufgereiht da saßen. Sicher hielten sie alle nur den Finger an den Mund, um zu zeigen, wie gut sie schweigen konnten. Und das allein war witzig, denn sie machten es mit großen Augen und großer Ernsthaftigkeit.

Die Begegnung dauerte nur einen Moment und ich eilte weiter. Und dennoch, wenn ich im Nachhinein so überlege… hatte neben der Einen, die ihren gestreckten Zeigefinger an die Lippen hielt, die Andere nicht doch die Händchen an den Ohren und die Dritte die ihren auf den Augen?

Die Phantasie ist frei, und so wurde diese Beobachtung zu einem erfreulichen und besonderen Erlebnis.

Mögen wir immer wieder berührt werden von kleinen und großen Momenten und die Hoffnung auf das Gute und Gelingende nicht verlieren.