Hier war… Termin

… deshalb nur kurz.

Da auf dem Tablet die Funktionen ziemlich eingeschränkt sind, macht es keinen Spaß mehr, damit zu bloggen.  Und die (Tablet-) Spielphase ist auch vorbei.

Deshalb ist dieser Eintrag Teil des Entwurfes von gestern, und was ich ursprünglich mitteilen wollte, ist mir entfallen. War ein Bild angedacht, in die Welt oder Bloggergemeinde hinausgetragen zu werden? Oder wollte eine geistreiche Idee – in der Ausführung beeinträchtigt durch einen anstehenden Termin – festgehalten und als Basis für die spätere Ausführung gesichert werden?

 

Who knows?

Nicht wundern

Neues Theme – nicht wundern. Das andre war einfach zu duster.

Die Welt ist doch voller Farben, da soll im Blog auch ein wenig davon sein. Die Headerbilder hier wechseln durch und die meisten scheinen Farbe zu haben.

Es gibt Leute, die reden, auch wenn der Inhalt nicht verständlich ist. Es gibt Leute, die müssen anschaffen und tun das auch. Fast ständig. Die mögen das.

Was für eine Verantwortung!

Dampfbloggen

Angeregt über den Beitrag über das Lachen auf Dampfblogue, habe ich meine Einfälle dazu festgehalten. GLEICH festgehalten, bevor sie im Dunst des Tages völlig verloren gehen.

 

Auch ich habe auch einen skandinavischen Krimi angesehen (gestern) bzw. weggeschalten. Aber nicht auf Tele 5 sondern auf ARTE. Der Inhalt scheint aber ähnlich zu sein, oder gleich, und Dampfblogue hat sich im TV-Programm ge… vertan. Skandinavische Krimis sind die einzig guten, aber sie können auch unerträglich werden, wie diese Serie im Abendprogramm, die kein Ende zu nehmen scheint und die kaum Auf. Und stimmt – nachts in den Wald (!) würde ich niemals tun, selbst wenn ich was suchen würde. Dann würde ich eben tagsüber suchen, mit Begleitung.

Mir gefällt auch der Name „Dampfblogue“ gut. Es erinnert an heiße Luft, was ein stückweit Selbstironie mit sich bringt. Selbstironie soll sexi sein. Und es erinnert an Steampunk. Und an die Zeiten, als alles noch einfacher und mechanisch war. Und durchschaubar. Wo man noch Kraft brauchte, um einen Hebel zu betätigen, und gewisse Tätigkeiten deshalb auf eine begrenzte Anzahl von Fähigen begrenzt war. Heutzutage hämmert ja jeder auf Tastaturen rum und bekommt Beschwerden davon.

Ich habe tatsächlich am Computer GELACHT. Ich bin ausgebrochen in lachen. Es ist ein großer Mangel, dass die Gegenüber das nicht sehen konnten. Und doch, denke ich, haben sie es gemerkt. Es entstand ein tiefes Miteinander. Auch wenn das jetzt schülstig klingt – ein bisschen Schwulst muss sein.

Überhaupt treffe ich bei Dampfblogue auf Vokabular, das ich geschickt verwendet sehe, und ich lerne sogar noch was dazu, und zwar gerne. Viele Begriffe, die in den vergangenen Jahren vergeblich im I-Net gesucht wurden, kann man nun zu hundertfach vorfinden, als Erklärung, auf den einfachsten Plattformen. Auch ich habe schon Begriffe gestreut.

Wo ist jetzt der Reblogg-Button? Ich bin blind und sehe ich ihn nicht.

Dann also hier der Link.

Über das Lachen am Computer

(Wobei ich tatsächlich momentan auf einem Auge fast blind bin. Ein aggressiver Busch hat meine Hornhaut verletzt und mir eine Verbandslinse beschert, die meine Sicht auf dieser Körperseite etwas verschlechtert. Was heißt ETWAS! Mein Sehen ist erheblich eingeschränkt!

Deshalb habe ich auch so viel Zeit zum Schreiben.)

Erleichterung

Dass die Zähne knirschten, hatte ich schon gehört. Aber der gequälte Anblick machte mich dann doch stutzig – sollte er am Ende der Situation überdrüssig sein und ein Ende machen wollen?

Furchtvoll überlegte ich Worte und erwähnte, dass er nicht mehr ganz gesund würde und immer Patientenverfügungen im Gespräch seien. Ob er sterben wolle? Zu meinem Erschrecken drückte er wiederholt die Augen zu, was für gewöhnlich als „ja, ja“ gewertet wird.

Ich würde ihn ein andermal nochmal fragen, versicherte ich und überlegte laut, wie in dem Falle vorgegangen würde. Ob er Hunger verspürte? Seine Antworten waren gelegentlich eine Sache der Interpretation und passten nicht immer zur Frage. Und auch diesmal blieb ich ohne Verständnis.

Ein Mitbewohner machte sich seit Längerem bemerkbar, nicht das erste Mal. Auch in den Vortagen war er störend in Erscheinung getreten. Sicher, dass sich um ihm gekümmert würde, schloss ich schließlich die Tür.

Das war der Moment, auf den Göga gewartet hatte. Sein Blick wurde entspannt, seine Stirn lag aber immer noch in Furchen. Also legte ich meinen Kopf an seinen und strich ihm über die Haare. Das Knubbeln an den Ohren schien er zu mögen und ich konnte nicht umhin, klugzureden, dass Ohrenmassage die Aufmerksamkeit fördere. Ob meine oder seine war in diesem Fall nicht ganz klar, denn es war ich, die aus seiner gelösten Miene schloss, dass er weitere Behandlung wünschte. Und so begann ich, intensiv die Ohren zu pflegen.

Creme auf dem Wattestäbchen löst übrigens wochenalte Verkrustungen, und verschafft so große Erleichterung.

Die Listen

Die Listen nehmen überhand.

Sie stapeln sich an verschiedenen Plätz(ch)en, zu jedem Thema eine Liste.

Liste 1 – Arbeiten, bei denen mir mein Sohn helfen muss.

Liste 2 – Fragen, die mit Ämtern und Personen der Beratung besprochen werden müssen.

Liste 3 – Fragen an a) die Ärztin, b) die Pfleger, c) die Verwandten… kaum abgehakt, kommen neue.

Liste 4 (im Kopf) – Entscheidung, wohin es im Urlaub geht.

Punkt 5 – denken die Leute eigentlich das von mir, was ich denke, dass sie denken? Beziehungsweise… denke ich, die Leute denken dies und jenes von mir, weil ICH dies und jenes von manchen von ihnen denke?

Punkt 6 – ich lache zu wenig. Diese Gedanken sind nämlich zum Lachen.

Am Anfang waren Worte

Schon Wahnsinn, womit man alles Zeit verplempern und webspace verschwenden kann…

Da war ich guter Dinge und denke, log dich mal ein und dann schreib, lies dann  etwas nach und schreib noch mehr…

und dann fällt mir der Benutzername nicht ein. Mit solchen Steinen im Weg lässt sich nicht gut einfach-so dahinschreiben.

Es ist ernst. Alles ernst. Wer hat nicht schon gefährliche Situationen erlebt und hatte Mühe, wieder herauszukommen? Life is said to be no problem to solve, but a game to play. But dealing with a prospective death is no game to me.

Und dabei macht es auch keinen Spaß, das Blog wieder zu beleben, weil mir das Aussehen nicht gefällt. Viel zu schwarz und leblos. Aber die mit dem Decor einhergehenden Möglichkeiten machen es angenehm. Deshalb wird es wohl doch bleiben.

So, nun ist wieder angefangen.

Zum Lesen stünden an:

Sofja Tolstaja: Eine Frage der Schuld

Svetlana Alexijewitsch: Secondhand-Zeit

Schmetterling und Taucherglocke

 

 

 

 

Spaziergehgeschichten

Unsere Liebesgeschichten waren zumeist Spaziergeh- und Redegeschichten; hätten wir Kilometergeld zahlen müssen, wären astronomische Summen zusammengekommen. Alte Lagerhäuser, Flußkais in Industrievierteln, starre Bänke in nassen Parks und kalte Eingänge öffentlicher Gebäude – das waren die Standardhintergründe für unsere ersten himmelhoch jauchzenden Wonnen.

Josef Brodsky

Lena Gorelik – Meine weißen Nächte

Ich habe Lena Gorelik’s Buch Meine weißen Nächte zu Ende gelesen. Zuerst… kam ich nicht so richtig durch, weil ich schöne Stellen so lange genießen und nicht mehr vergessen will, dass ich unmöglich weiter lesen kann. Ich würde nichts mehr aufnehmen können und das Fertiglesen wäre Verschwendung.

Nun hab ich es gelesen und will unbedingt so agieren, wie die beschriebene russische Familie. Mir ist langweilig, und die Idee, mich zur nächsten Russischstunde chauffieren zu lassen, mutiert zu der Vorstellung, ich könnte russische Gastfreundschaft aus dem Ärmel schütteln und die Russichgruppe zu mir nach Hause einladen – wär ja nur ein kleiner Umweg von 20 km zu mir. Sofort wird mir schlecht. Was hab ich da nur wieder gedacht! Seit 45 Jahren habe ich keine Mutter bzw. Elternfamilie mehr aber ich bilde mir ein, es einer Familie gleich tun zu können. Ich lege die Gedanken schnell ad acta und schiebe ein Stück Käse in den Mund. Käse schien es in Russland im Überfluss gegeben zu haben. Genauso wie es in Russland saubillige Sachen zu kaufen gibt aber auch (wie im Westen) sauteure.

Mir gefällt die Erzählweise und die offene Art Lena Gorelik’s, die einen an ihren Gedanken teilhaben lässt. Manchmal bildet sich im eigenen Kopf eine Fortsetzung der Andeutungen, die sich dann doch nicht als richtig erweist. Vielleicht ist auch manches gelogen (die Leute lügen doch so gerne! Das ist ihr Geschäft!)

Wenn es jetzt noch etwas zum Buch zu schreiben gibt, schreibe ich es auf die Bücherseite, wenn nicht, dann nicht.