Wie Frauen sehen

Charlotte Roche hat Palina Rojinski in ihrer Talkshow als „schönste Frau Deutschlands“ anmoderiert.

Von wem ist Lob angenehmer, von Frauen oder von Männern?

Komplimente von Frauen findet das russische Sternchen besser, weil sie ehrlicher sind. Männer achten auf erste Attribute, Frauen auf Aura. Auf Lippen, ’nen krassen Blick, oder wie die Augenbrauen zu den Augen passen.

Frauen sehen einander als Kunstwerke.

 

 

 

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Musentempel

Es fehlt die Muse: Zeit, die in den vergangenen Jahren im Überfluss vorhanden war, gibt’s nicht mehr. Ich hab sie wegtrainiert. Und eigentlich ginge es ganz gut, wenn da nicht das Burnout drohen würde.

Außerdem hab ich gelernt, den Mund zu halten – nein, auch das ist schwer antrainiert; ich vergeude meine Worte doch nicht an Frechdachse.

Kinder erzählen Schauergeschichten aus ihrem Freundeskreis, und wäre nicht ein Erwachsener dabei, würde sicher die Welt einstürzen.

Meine Muse-Notizen sind halb abgearbeitet, Impulse vertieft, Arbeiten auf die lange Bank geschoben.

Habe ich ein Leben?

Wind und Wetter

Ich gehe

bei Wind und Wetter,

da Bewegung gut ist für den Körper und den Geist.

 

Thuje

 

Der Wind bläst stark

und ich denke an

den Postboten in „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz.

Gern hab ich das Buch gelesen!

Wie der Bote auf seinem Fahrrad lehne ich mich gegen den Wind

und wie der Maler seine Bilder, so verberge ich meine Absichten.

 

Bewegung ist die Absicht!

Ein Jahr

Mein Mann ist krank.

Vor einem Jahr wurde er in die Intensivstation eingeliefert und hätte sie beinahe nicht mehr verlassen. Die Erkrankung hat große Schäden hinterlassen und ist auch nicht bezwungen.

Aber wir haben Zeit.

***

Wer kann das schon verstehen? Ich habe es ja auch nicht verstanden, wenn andere nur über ihre erkrankten Familienmitglieder redeten.

***

Dies ist mein Leben und ich mag es. Ich hoffe, dass mein Mann eine gute Zeit hat und vielleicht besser genesen kann, als die Ärzte es ihm zutrauen.

***

Ohne ihn würde ich mich furchtbar einsam fühlen.

Aber da ist noch etwas: wenn es ihm gut geht und ich nicht täglich bei ihm sein muss, habe ich tatsächlich ein eigenes Leben. Und auch wenn mich dieses oft an meine eigenen Grenzen bringt, schaffe ich es doch immer wieder, einiges auszuprobieren.

Zur Zeit sammle ich Kleidungsstücke, die umgearbeitet werden müssen: aus zwei mach eins, sozusagen. Nur geht es im Kopf viel schneller voran als in der Praxis. Und die Vögel des Zweifels nisten sich in mein Haar. Dennoch sammle ich weiter.

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Weihnachtlich glänzet der Wald…

Wegen des Weihnachts-Endspurts muss die Zeit jetzt aber gut eingeteilt werden. Da sind keine Seitensprünge möglich, auch wenn ich es geschafft habe, meine Arbeitszeit von fünf auf vier Tage zu verkürzen.

Übung zur Zimmerbeschreibung

Von mamu habe ich diese Übung übernommen und sie gerne gemacht. Wer möchte, kann sie probieren und die Lösung auf ihrem Blog nachschauen.

Wahrscheinlich kennt ihr alle dieses Bild von van Gogh. Ich habe euch ein paar Sätze gebildet, die ihr übersetzen könnt.   Der Tisch steht in der Ecke. Der Spiegel hängt über dem Tisch. Das Be…

Quelle: Übung zur Zimmerbeschreibung

Mir schwant…

Mir schwant, nein, nicht Übles, sondern ein neuer Gedanke, eine kreative Idee. Das ist nichts Neues bei mir, ich hab das oft, und im Klartext bedeutet es, dass ich Dinge anfange, aber nicht fertig mache. Zuviel Zeitaufwand in der Endphase, zu wenig Genialität im finishing.

Die neue Idee, die fröhlich vor meinen Augen flattert, wird daher möglicherweise nie begonnen. Sie handelt von abgetragenen Oma-Schürzen und Patchwork und im Wind flatternden Vorhängen. Um das Stilmittel zu konkretisieren, möchte ich an Pojagi erinnern, die koreanische Nähtechnik zum Herstellen von ausreichend großen Tüchern aus kleineren Resten.

Die Notwendigkeit eines ausreichend großen Tuches ergibt sich nämlich aus der Vorstellung, beim nächstjährigen Gartenfest den in die Jahre gekommenen Pavillon mit schmeichelnden Stoffen zu umgeben. Dieser raffiniert verarbeitete Stoff würde dann, einem orientalischen Harem gleich, frische, milde Luft über die Besucher hauchen und der Stimmung einen fremdartigen, sommerlichen Geruch verleihen.

Und die auf dem Dachboden schlummernde Tüte mit Oma-Schürzen stellte die Grundlage für die Umsetzung dieser Idee dar.

Aber noch ist nichts getan. Und der nächste Sommer zum Glück noch weit.

Erfahrung dazu: *hier*

Aus aktuellem Anlass

Aber wir lassen es andere machen

 

Ein Chinese (’s ist schon an 200 Jahr)

In Frankreich auf einem Hofball war.

Und die einen frugen ihn: ob er das kenne?

Und die andern frugen ihn: wie er das nenne?

»Wir nennen es tanzen«, sprach er mit Lachen,

»Aber wir lassen es andere machen.«

Und dieses Wort seit langer Frist,

Mir immer in Erinnerung ist.

Ich seh‘ das Rennen, ich seh‘ das Jagen,

Und wenn mich die Menschen umdrängen und fragen,

So sag ich: »Alles hat seine Zeit.

Auch die Jagd nach dem Glück. All derlei Sachen,

Ich lasse sie längst durch andere machen.«

Theodor Fontane

(1819 – 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

 

Zufrieden oder nicht – das ist hier die Frage

Ich bin  mit  mir zufrieden. Die bestellte Hängematte war die richtige Wahl, obwohl ich normalerweise auf Nummer gehe und farbenfrohe, „sichere“ Modelle wähle. Diese jedoch fügt sich harmonisch zu den Farben des Gartens.

Was weniger zufriedenstellend ist: die erworbene Hängematte ist zu lang  für den bereits vorhandenen Ständer – ich sitze bzw. hänge quasi durch bis auf die Bodenstange. Damit das keiner mitbekommt, ziehe ich die zusammengesteckte Bodenstange auseinander, in der Hoffnung, dass sich diese noch strecken lässt. Und obwohl ich an der Genialität des Herstellers keinen Anteil habe, gratuliere ich mir wenigstens – zu dem Kauf. (Man muss wissen, dass dieses Hängemattengestänge schon für den Sperrmüll vorgesehen gewesen war [ist das grammatikalisch betrachtet noch richtig? Ja, und nicht nur in Bayern: es ist die Vorzeitigkeit]… wo war ich stehen geblieben…) Ach ja! Jemand nicht näher benanntes hatte beschlossen, dieses sperrige Etwas zu entsorgen,  schließlich war es einen Sommer lang (oder so) nicht benutzt worden. Dabei war es nur eine Sache der Priorität gewesen – die AUSMAßE DES BISHERIGEN Standortes hatten nur eine begrenzte Anzahl von Vergnügungsgeräten zugelassen und letztes Jahr war das Erfrischungsbecken aufgestellt. (Tablettippen ist  wirklich nicht lustig, obwohl sich einzelne Sätze gut im  Zweifingersystem schreiben lassen. Aber das Verbesseren von Schreibfehlern gestaltet sich als langwierig, weil es schwierig ist, milimetergenau mit der Fingerspitze   DIE   Stelle zu treffen, die ausgebessert werden muss. Deshalb bleiben die versehentlich in Großbuchstaben  geschriebenen Wörter des Vor-Satzes auch stehen!)

Bin ich jetzt fertig? Immer schreibt die Angst mit, dass bereits Geschriebenes durch beabsichtigtes oder versehentliches Berühren des Tablet-Screens verschwinden könnte. Der Text sollte zwischengespeichert werden. Aber das geht nicht! Das fehlende Wissen um das Entfernen der Tastatur vom Display stellt ein unüberbrückbares Hindernis dar. Und das Drehen des Tablets, das vielleicht das Freilegen eines Icons zum Zwischenspeichern freilegen würde, verkleinert den Raum zum Schreiben so sehr, dass ich ihn nicht mehr mit den Fingern treffe (was nicht an meinen Fi gern liegt)

Um nun auf Nummer sicher zu gehen, s hi ke ich den Eintrag ab, ohne die letztn Zeilen noch zu korrigieren.

Zufriedenheit kann schwer sein!

Beitrag bearbeiten – oder: 66% auf Markenunterwäsche

Da ich ja nicht soviel schreibe, aber meine Gedanken in diesem Beitrag von Seppo gut ausgedrückt fühle, reblogge ich den hier mal. Den Beitrag. Ich habe ihn bis zur Hälfte gelesen, danach hatte ich genug gelacht.

„Du siehst gesund aus“ übersetzt sich meiner Erfahrung nach mit der Aussage, du bist im Gesicht voller geworden.
Nur im Gesicht?

Dampfbloque

2016-06-16 15.02.17

Ja, es ist verrückt. Ich bin verrückt. Bin ich verrückt? Ich weiß es nicht. Da sitzt man 30 Jahre lang mit sich selbst zusammen und kommt nicht dahinter, ob man verrückt ist. Viele Menschen, die tatsächlich verrückt sind, gelangen Zeit ihres Lebens nicht zu der Erkenntnis, verrückt zu sein. „Erkenntnis“ habe ich gerade falsch geschrieben, weshalb ich das Wort mit „Erek…“ begann. Wenn selbst Menschen, die verrückt sind, sich nicht als verrückt betrachten, stellt sich mir die Frage, ob überhaupt jemand beurteilen kann, ob jemand verrückt ist. Ich bin es nicht. Ich kenne meine Gedankengänge. Da ergibt vieles Sinn. Manches ergibt später irgendwie keinen Sinn mehr, worauf ich dann gütigerweise von der Frau, die in unserer Wohnung lebt, hingewiesen werden. Dann versuche ich, diese vermeintlich eindeutigen Gedanken und Zusammenhänge zu erklären, um letztendlich zu scheitern.

Was nicht mehr und nicht weniger bedeutet, als dass ich entweder verrückt bin oder die…

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