Still snowing

Trotz des eingekehrten Märzes, an dem sich einige das Frühjahr wünschen und den Schnee nicht mehr brauchen, schneit es gemächlich dahin.

Ich muss nicht sagen, dass es wegen mir ruhig so weitergehen kann. Der Schnee macht die Tage und Nächte hell.
Wäre es trocken, aber grau und trüb würden dieselben Kritikern auch nörgeln.

So what!

Was der August gebracht hat

Dies ist, was der August gebracht hat:
warmes bis heißes Wetter mit vielen Sonnenstunden – es war der drittheißeste Sommer in den letzten 30 Jahren (nur 2003 und 1994 war es noch heißer) mit 380 Sonnenstunden.


Dies führte zu einigen Badetagen am Kratzmühlsee, Fahrradtouren an Wildblumen- und

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und Sommerfeldern vorbei

und auch der Neubau der Terrasse schritt (trotz der Hitze)

im vereinbarten Zeitraum voran.

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Halbe Portion

Halbe Portion oder:

kleinerHunger

Kleiner Teller für den kleinen Hunger

Sie beachten mich kaum, die Männer. Denn ich bin ein Weib und ein wohl wenig unterhaltsames dazu.

Ach, immer vergesse ich, dass Sie nicht unterschreiben müssen, Sie sind ja so und so versichert.

Ich verstehe zwar Bahnhof, erhebe mich aber und hole mein Handtuch. Einer der Physiotherapeuten kommt daher und will es mir eilfertig reichen. Wahrscheinlich hat er das Gespräch mitangehört.

Ich greife das Handtuch selber. Die Physiotherapeutin reißt mir wieder fast den Zeh aus, aber wir unterhalten uns gut.

Das ist die halbe Miete.

Zweiter Sommertag!

Es ist so heiß in der Sonne, dass Lesen dort nicht möglich ist. Trotzdem muss ich aus dem zugigen Schatten immer wieder dorthin wandern. Nach zwei Stunden habe ich die Nase voll und gehe wieder ins Haus.

Dabei ist dies der zweite Sommertag!

Und vielleicht einer der letzten.

Die urlaubenden Nachbarn (mit dem Kind) scheinen wieder da zu sein. Dafür ist die andere Hälfte der Familie nun zur Erholung weggefahren. Fliegender Wechsel also.

Ich lese Lena Gorelik’s Sie sprechen aber gut Deutsch und bekomme bei ihren Ausführungen immer das Gefühl, dass manche Migranten MEHR haben. Sie haben zwei Kulturen, zwei Sprachen, zwei Pässe. So ein Otto-Normaldeutscher hat das nicht und soll trotzdem immer Toleranz üben, oder – neuerdings – Akzeptanz. Lena Gorelik kommt nämlich mit ihren Auffassungen von Deutschsein (aber mit zwei Pässen) auch ab und zu ins Schlingern. Und so hört Toleranz sich für sie eher wie Mitleid an und sie möchte dieses Wort ersetzt haben. Sie sucht auch nach einem anderen Wort für Migrant/Einwanderer mit Migrationshintergrund/Ausländer.

Wer das nun wissen will, muss das Buch aber selber lesen.

Heute bekam ich schon Besuch

Fünf nach Neun klingelt es an der Haustür und ich mache befangen auf. Die russische Oma steht vor der Tür, um einen Krankenbesuch zu machen. Das freut mich, aber ich bin noch gar nicht darauf vorbereitet.

Durch die relative Ereignislosigkeit meiner Tage – gehe ich mehr als fünf Schritte, muss ich die Krücken benutzen – ist mein Tag in große Zeitabschnitte unterteilt. Um acht Uhr verabreiche ich mir die Thrombosespritze und um neun Uhr wasche ich mich und ziehe mich an. Irgendwann davor stehe ich auf (natürlich!) und trinke Kaffee.

Kleinere Arbeiten erledige ich danach. Für Termineinhaltungen bin ich auf Fahrer angewiesen, also sind sie so gelegt, dass mich jemanden chauffieren kann.

Nun kam der Besuch gerade (recht) zum Kaffeetrinken. Aufgeräumt hatte ich natürlich noch nicht. Gekämmt war ich auch nicht.

Nun denn!

Ich freue mich sehr über den Krankenbesuch.

Aber für’s ‚Gut dastehen‘ gibt es sicher keine zweite Chance.

Gemeinsamer Frühjahrsputz

Der Frühling zieht ins Land

Ranunkeln

und mit ihm neue Haushaltshelfer.

iRobot

Wahrscheinlich hört sich mein Geschreibsel wieder total langweilig an. Aber als in den Hallen meines Geistes die Idee entstand, darüber zu berichten, klang es gar nicht so. Mein Saugroboter – relativ spontan bestellt und schnell geliefert – kam pünktlich zum Geburtstag eines anderen Familienmitgliedes. Und was soll ich sagen – der Robot hat mir noch die ganze Wohnung gereinigt. Selbst als Abends die Betten frisch bezogen wurden, kurvte er noch fleißig um die Ecken der Schlafmöbel.

Eingesetzt wurde er gleich überall, im enggestellten HomeOffice ebenso wie in den weiträumigen Kellerfluren. Er hat seine Sache gut gemacht! Ein bisschen Hilfe bekam er ab und an, da die Fernbedienung und die Virtual Walls noch nicht aktiviert waren, aber letztlich arbeiten wir gut zusammen. Während er saugt, wische ich Staub, leere die Papierkörbe oder ermögliche den Zugang zu verstellten Ecken. Letzteres müsste beim Handreinigen ja auch gemacht werden.

Fazit: Ob er jemals alleine arbeiten wird, wird sich nach weiterer Beobachtung entscheiden, eine Programmierung für eine ganze Woche wäre jedoch möglich. Aber selbst wenn man parallel arbeitet bzw. unterstützt, erspart man sich eine Menge an körperlicher Ermüdung und Erschöpfung.