Aus aktuellem Anlass

Aber wir lassen es andere machen

 

Ein Chinese (’s ist schon an 200 Jahr)

In Frankreich auf einem Hofball war.

Und die einen frugen ihn: ob er das kenne?

Und die andern frugen ihn: wie er das nenne?

»Wir nennen es tanzen«, sprach er mit Lachen,

»Aber wir lassen es andere machen.«

Und dieses Wort seit langer Frist,

Mir immer in Erinnerung ist.

Ich seh‘ das Rennen, ich seh‘ das Jagen,

Und wenn mich die Menschen umdrängen und fragen,

So sag ich: »Alles hat seine Zeit.

Auch die Jagd nach dem Glück. All derlei Sachen,

Ich lasse sie längst durch andere machen.«

Theodor Fontane

(1819 – 1898), dt. Schriftsteller, Journalist, Erzähler und Theaterkritiker

 

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